Der Kollaps der Mitte: Wie Merz’ Panik und ein Sumpf aus Lobbyismus die deutsche Demokratie an den Abgrund führen
BERLIN – Die Luft in Berlin ist dick von Unmut, Verzweiflung und dem unverkennbaren Geruch von Angst. Die politische Erde bebt unter den Füßen der amtierenden Regierung, und das Beben ist nicht mehr auf die Ränder des Landes begrenzt, sondern hat das Kanzleramt in seinen Grundfesten erschüttert. Bundeskanzler Friedrich Merz, der einst antrat, um Deutschland zu führen, wird nun von einer Welle der Wut und des Misstrauens aus den eigenen Reihen und von der Straße überrollt. In diesen Stunden gehen in deutschen Städten Zehntausende auf die Straße, ihre Botschaft ist so einfach wie unmissverständlich: Wir haben genug.
Die Regierung Merz, eine schwarz-rote Koalition, präsentiert sich nicht als Bollwerk der Stabilität, sondern als ein fragiles Konstrukt, das in Panik verfällt, weil es spürt, dass ihm die Kontrolle entgleitet. Das Ergebnis dieser politischen Lähmung ist ein historischer Tiefpunkt: politisches Chaos, ein beispielloser wirtschaftlicher Niedergang und eine Entfremdung zwischen Regierenden und Regierten, die das Fundament der Demokratie bedroht.

Das politische Erdbeben: AfD überholt Union
Die jüngsten Umfragen sind nicht nur alarmierend, sie sind ein politisches Erdbeben. Ein historischer Meilenstein der politischen Verschiebung, der Merz und seine Koalitionäre in den Blindflug zwingt. Das Meinungsforschungsinstitut Inser enthüllte bei einer direkten Kanzlerwahl, dass Alice Weidel, die Chefin der Alternative für Deutschland (AfD), mit 29 Prozent der Stimmen vor dem amtierenden Kanzler Merz läge, der nur noch 27 Prozent auf sich vereinen könnte. Noch erschreckender: In der Parteipräferenz liegen Union und AfD mit jeweils 25,5 Prozent gleichauf. Die einstigen Volksparteien, Union und SPD, kommen zusammen nur noch auf lächerliche 39 Prozent – ein historischer Tiefstand, der das Ende einer politischen Ära verkündet.
Der wahre Schockmoment kam jedoch mit der U-Gof Umfrage, die als eine der zuverlässigsten des Landes gilt. Erstmals lag die AfD mit 27 Prozent vor der Union, die nur noch 26 Prozent erreichte. In Bundesländern wie Brandenburg, das 35 Jahre lang von der SPD regiert wurde, liegt die AfD bei erschütternden 34 Prozent. Das ist kein Protest mehr; das ist eine revolutionäre Machtverschiebung, die Merz’ gesamte politische Strategie entlarvt.
Doch wie reagiert der Kanzler auf diese alarmierenden Signale? Nicht mit Zuhören, nicht mit Respekt vor dem Willen des Volkes, sondern mit blindem Aktionismus und der verzweifelten Verbarrikadierung hinter einer gescheiterten „Brandmauer“-Rhetorik. Während seine Partei in offener Rebellion tobt – CDU-Politiker wie der Thüringer Fraktionschef Andreas Bühl fordern eine Politik, die sich nicht nach Beifallspenden orientiert, und Christian Hartmann aus Sachsen verlangt eine Neuorientierung jenseits aller Brandmauerdebatten –, zeigt Merz nur eines: Panik.
Die Pervertierung des Rechtsstaats: Ein Kartell des Machterhalts
Die Panik im Kanzleramt manifestiert sich in immer dreisteren, undemokratischen Manövern, die den Eindruck eines „politischen Kartells“ verstärken, das um jeden Preis an der Macht bleiben will. Das Beispiel Ludwigshafen ist eine Fanal: Der dortige AfD-Kandidat Joachim Paul, der in den Umfragen klar vorne lag, wurde durch ein von der SPD in Auftrag gegebenes Verfassungsschutzgutachten von der Wahl ausgeschlossen. Die Folge war ein Rekordtief bei der Wahlbeteiligung (29,3 Prozent) und ein Rekordhoch bei ungültigen Stimmen (9,2 Prozent). Der CDU-Sieger erhielt umgerechnet lediglich 10,9 Prozent aller Wahlberechtigten-Stimmen. Das ist nicht mehr Demokratie, das ist eine gefährliche Ausgrenzung, die den Rechtsstaat pervertiert und die Wut der Bürger in Frustration und Ablehnung verwandelt.
Gleichzeitig offenbart sich das politische Versagen in der Infrastrukturpolitik. Trotz eines gigantischen 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens wird die Bundesregierung in der gesamten Legislaturperiode keine einzige neue Autobahn oder Bundesstraße bauen. Hunderte baureife Projekte werden gestoppt, während Deutschland sich weiter verschuldet. Das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) spricht von einem „schweren Faulspiel“ und bemängelt, dass Deutschland nun stattdessen die Mütterrente aus den Mitteln finanziert, während die eigene Infrastruktur verfällt.
Der Sumpf: Millionen für regierungsfreundliche NGOs
Doch das perfideste Manöver der Koalition zeigt sich in der Finanzierung sogenannter NGOs. Millionen von Steuergeldern fließen in linke Organisationen, deren Unabhängigkeit fragwürdig ist. Statt 180 Millionen Euro sollen nun jährlich 192 Millionen Euro an „organisationsfreundliche Vereine“ fließen. Alice Weidel brachte es auf den Punkt: Merz knickt erneut vor der SPD ein.
Diese Organisationen sind nicht zivilgesellschaftlich im eigentlichen Sinne, sondern hängen am Tropf der Bundesregierung und greifen systematisch in die politische Willensbildung ein. Der Staatsrechtler Hubertus Gersdorf warnte bereits eindringlich, dass in einer Demokratie der Meinungsbildungsprozess vom Volk zum Staat hin vollzogen werden muss. Greift der Staat über Nichtregierungsorganisationen steuernd ein, kehrt er diesen Prozess um – ein Merkmal von Autokratien. Die Schlussfolgerung ist schockierend: Die Bundesregierung finanziert Instrumente, die den demokratischen Willensbildungsprozess untergraben.

Der Ruf der Vernunft: Ministerpräsident Voigt bricht die Brandmauer
Die Hoffnung auf eine Kurskorrektur kommt von der Basis. Im Angesicht der Krise regt sich in der CDU Widerstand. Die Potsdamer CDU-Abgeordnete Saskia Ludwig kritisierte, der Beweis, dass Schluss mit linker Politik sei, müsse erst noch erbracht werden. Ihr Vorwurf: Merz fehle der „Kanzler-Mumm“, den einst Helmut Kohl bewiesen habe.
Doch die mutigste Stimme kommt aus Thüringen: Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) distanzierte sich deutlich vom Begriff der Brandmauer. „Ich halte von dem Brandmauerbegriff nichts, werden Sie von mir auch nie hören“, so Voigt. Er bezeichnete den Begriff als „Unfug“, der ursprünglich aus einer internen AfD-Diskussion stamme und sich die Union habe „überschütten lassen“. Voigt predigt Vernunft und Dialog, sprach sich gegen ein AfD-Verbot aus und lobte die sachliche Diskussion zwischen dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und dem AfD-Spitzenkandidaten von Baden-Württemberg.
Er steht nicht allein: Ex-Generalsekretär Peter Tauber und der frühere Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) plädierten ebenfalls für ein Aufweichen der Brandmauer. Rödder brachte es auf die Formel: Je höher man die Brandmauer gezogen hat, desto stärker ist die AfD geworden. Diese Stimmen der Vernunft verhallen jedoch weitgehend, solange das Bundespräsidium unter Merz weiter auf radikale Konfrontation setzt. Die neugegründete Gruppe „Kompass Mitte“ innerhalb der Union fordert sogar nicht nur die Ausdehnung des Unvereinbarkeitsbeschlusses, sondern explizit einen Verbotsantrag gegen die AfD. Das ist nicht demokratischer Wettbewerb, das ist der Ruf nach politischer Auslöschung.
Lobbyismus und Filz: Die Käuflichkeit der Macht
Während die Koalition die größte Oppositionskraft mit demokratiefeindlichen Mitteln bekämpft, offenbart sich in ihren eigenen Reihen der pure Lobbyismus, der den Glauben der Bürger in die Politik endgültig untergräbt. Der Fall des Kulturstaatsministers und engen Merz-Vertrauten Wolfram Weimer (CDU) ist ein Paradebeispiel für den Filz, der unser politisches System durchzieht.
Die Weimer Media Group, so enthüllten Berichte, bot beim Ludwig Erhard Gipfel Abendessen mit Regierungsmitgliedern für bis zu 80.000 Euro an. Beworben wurde dies ausdrücklich mit „Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger“ sowie „Premiumvernetzung“. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner forderte Weimer zur Aufklärung auf und betonte, dass als Regierungsmitglied „gar nicht erst der Eindruck einer Käuflichkeit oder Vorteilsnahme“ entstehen dürfe. Götz Frömming, parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, stellte fest, hier stehe „der Anfangsverdacht der Korruption im Raum“.
Die Doppelmoral ist offensichtlich: Während man das Volk mit moralischen Keulen belegt, agiert man selbst in einem Sumpf aus Käuflichkeit und Vorteilsnahme. Die CDU wird von innen heraus ausgehöhlt, moralisch und politisch, während die Bevölkerung mit existenziellen Sorgen kämpft.

Soziale Ungerechtigkeit und gigantische Schuldenlast
Die Krise ist nicht nur politisch, sie ist zutiefst sozial. Kanzler Merz bereitet die Deutschen darauf vor, dass die Nettolöhne sinken werden, da die Abgaben für Rente, Kranken- und Pflegeversicherung weiter steigen. „Unsere Bevölkerung wird für Rente, für Altersversorgung… mehr vom verfügbaren Einkommen aufwenden müssen“, erklärte Merz. Vom ursprünglich versprochenen „Herbst der Reform“ ist nicht mehr die Rede. Die Realität ist, dass die Ausgaben der Krankenkassen explodieren (plus 7,8 Prozent im ersten Halbjahr), unter anderem weil die Kassen die Behandlungskosten für Millionen von Menschen übernehmen müssen, die noch nie einen Cent in das System eingezahlt haben.
Gleichzeitig plant die Bundesregierung die Aufnahme von neuen Schulden in Höhe von 851 Milliarden Euro bis 2029 – ein Rekordwert, der die Last auf künftige Generationen verlagert. Die einzigen „Reformen“ scheitern am ideologischen Grabenkampf, wie das Beispiel der „Aktivrente“ zeigt, deren Steuerbefreiung Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) blockiert.
Deutschland steht am Scheideweg. Die Massenproteste sind die logische Konsequenz einer Politik, die den Bezug zur Lebensrealität der Menschen vollständig verloren hat. Das systematische Versagen eines politischen Establishments, das die grundlegenden Probleme – Gesundheit, Pflege, Rente, Infrastruktur – nicht lösen will oder kann, hat das System an den Rand des Kollapses gebracht. Die etablierten Parteien verpulvern ihre Energie im Kampf gegen die Opposition, anstatt die wahren Sorgen der Bürger anzugehen. Die Zeit läuft ab. Die Frage ist nicht ob, sondern wann das System kollabiert und die wahre politische Wende eintritt. Das Echo der Verzweiflung auf den Straßen ist der Anfang einer Bewegung, die sich nicht mehr ignorieren lässt.